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Die 110-kV-Leitung über das Wildseetörl ist wieder in Betrieb

Die 110-kV-Leitung über das Wildseetörl ist wieder in Betrieb

Das Sturmtief Detlef beschädigte drei Masten der 110-kV-Leitung, die von Außerfragant nach Oberdrauburg führt. Im Bereich des Wildseetörls, in 2.350 m Seehöhe, knickte ein Mast aufgrund des orkanartigen Sturms und der enormen Eislast um, zwei weitere Masten wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die KNG-Kärnten Netz GmbH musste diese Leitung außer Betrieb nehmen. Nach aufwändigen Planungen, sowie umfassenden Sicherungs- und Reparaturarbeiten unter teilweise extremen Verhältnissen, konnte die KNG-Kärnten Netz GmbH diese für die Sicherheit der Versorgung sehr bedeutende 110-kV-Leitung im April wieder in Betrieb nehmen.

„Die Versorgung unserer Kunden war durch den Ausfall dieser Leitung nicht eingeschränkt", erläutert Michael Marketz, Geschäftsführer der KNG-Kärnten Netz GmbH. „Bei einer weiteren vergleichbaren Störung hätte es aber zu Problemen bei der Versorgung unserer Kunden kommen können. Die Reparaturarbeiten hatten deshalb höchste Priorität und mussten möglichst rasch durchgeführt werden."

Exponierte Baustelle im Hochgebirge

Im Dezember 2019 konnten Fachkräfte der KNG-Kärnten Netz GmbH mit Unterstützung einer Leitungsbaufirma die beschädigten Masten sichern. In der Zwischenzeit wurden Planungen und Berechnungen durchgeführt sowie das Material beschafft. Im Februar wurden die Baustelle beim Wildseetörl und der Vormontageplatz bei Simmerlach in der Gemeinde Irschen eingerichtet, danach konnte mit den Reparaturarbeiten auf der exponierten Hochgebirgsbaustelle begonnen werden. Alle Fachkräfte, wie auch das gesamte benötigte Material, Maschinen und Werkzeug mussten mit Hubschraubern auf das Wildseetörl geflogen werden. Am Vormontageplatz bauten die Monteure der KNG-Kärnten Netz GmbH die Einzelteile für die 110-kV-Gittermasten in transportable Einzelteile zusammen. Danach wurden die Mastteile mit einem Lastenhubschrauber zu den Maststandorten ins Hochgebirge geflogen und montiert. Nach Abschluss der Mastmontagen wurden die Seilzugarbeiten durchgeführt.

Das winterliche Wetter, begleitet von Schneefällen und sehr stürmischen Tagen, machte die Reparaturarbeiten im Hochgebirge zu einer besonderen Herausforderung für die rund 30 Fachkräfte der KNG-Kärnten Netz GmbH und Seilzugfirma sowie für die Hubschrauberpiloten und den Lawinensachverständigen. „Wir bildeten mit einem Berg- und Skiführer und fachkundigen Arbeitern

eine örtliche Lawinenkommission, die während der Arbeiten ständig anwesend war, um die Lage jeden Tag neu zu beurteilen", erläutert Marketz. „Die Arbeiten mussten mehrmals witterungsbedingt unterbrochen werden, weil die Hubschrauber nicht fliegen konnten oder ein gefahrloses Arbeiten der Spezialisten nicht möglich war. Einige Male mussten die Arbeiter mit Schiern vom Berg abfahren, für den äußersten Notfall gab es für sie auch die Möglichkeit, im Hochgebirge zu übernachten. Eine Woche lang war die Baustelle auf Grund der Corona-bedingten Einschränkungen unterbrochen und wurde danach unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen fortgeführt."

Wieder Normalschaltzustand im 110-kV-Netz in Oberkärnten

Im März wurden auf der Baustelle rasche Fortschritte erzielt, sodass die Spezialisten die Arbeiten vor Ort Ende vergangener Woche abschließen konnten. Danach führte die KNG-Kärnten Netz Schaltversuche zur Wiederinbetriebnahme dieser 110-kV-Leitung durch. Jetzt ist diese Leitung wieder im regulären Betrieb.

„Nun haben wir im 110-kV-Netz in Oberkärnten wieder Normalschaltzustand", betont Reinhard Draxler, Geschäftsführer der KNG-Kärnten Netz GmbH. „Das bedeutet, dass wieder alle wichtigen Verbrauchszentren von mindestens zwei Seiten auf der 110-kV-Ebene mit Strom versorgt werden. In den vergangenen Monaten blieben wir zum Glück vor einer weiteren großen Störung und damit vor einer kritischen Netzsituation verschont. Unser besonderer Dank gilt all jenen, die auf dieser exponierten Baustelle hervorragende Arbeit geleistet haben. Dazu gehören neben unseren eigenen Monteuren vor allem die Mitarbeiter der Firma EQOS Energie, die Piloten der Wucher Helicopter GmbH und der Lawinensachverständige. Danken möchten wir auch den Anrainern für ihr Verständnis für den wochenlangen Fluglärm." Die Kosten für die Reparaturarbeiten betrugen rund zwei Millionen Euro.

Hinweis:

Fotos und Videos sind Archivmaterial, sie stammen von Anfang Februar 2020.

Die 110-kV-Leitung über das Wildseetörl ist wieder in Betrieb

Das Sturmtief Detlef beschädigte drei Masten der 110-kV-Leitung, die von Außerfragant nach Oberdrauburg führt. Im Bereich des Wildseetörls, in 2.350 m Seehöhe, knickte ein Mast aufgrund des orkanartigen Sturms und der enormen Eislast um, zwei weitere Masten wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die KNG-Kärnten Netz GmbH musste diese Leitung außer Betrieb nehmen. Nach aufwändigen Planungen, sowie umfassenden Sicherungs- und Reparaturarbeiten unter teilweise extremen Verhältnissen, konnte die KNG-Kärnten Netz GmbH diese für die Sicherheit der Versorgung sehr bedeutende 110-kV-Leitung im April wieder in Betrieb nehmen.

„Die Versorgung unserer Kunden war durch den Ausfall dieser Leitung nicht eingeschränkt", erläutert Michael Marketz, Geschäftsführer der KNG-Kärnten Netz GmbH. „Bei einer weiteren vergleichbaren Störung hätte es aber zu Problemen bei der Versorgung unserer Kunden kommen können. Die Reparaturarbeiten hatten deshalb höchste Priorität und mussten möglichst rasch durchgeführt werden."

Exponierte Baustelle im Hochgebirge

Im Dezember 2019 konnten Fachkräfte der KNG-Kärnten Netz GmbH mit Unterstützung einer Leitungsbaufirma die beschädigten Masten sichern. In der Zwischenzeit wurden Planungen und Berechnungen durchgeführt sowie das Material beschafft. Im Februar wurden die Baustelle beim Wildseetörl und der Vormontageplatz bei Simmerlach in der Gemeinde Irschen eingerichtet, danach konnte mit den Reparaturarbeiten auf der exponierten Hochgebirgsbaustelle begonnen werden. Alle Fachkräfte, wie auch das gesamte benötigte Material, Maschinen und Werkzeug mussten mit Hubschraubern auf das Wildseetörl geflogen werden. Am Vormontageplatz bauten die Monteure der KNG-Kärnten Netz GmbH die Einzelteile für die 110-kV-Gittermasten in transportable Einzelteile zusammen. Danach wurden die Mastteile mit einem Lastenhubschrauber zu den Maststandorten ins Hochgebirge geflogen und montiert. Nach Abschluss der Mastmontagen wurden die Seilzugarbeiten durchgeführt.

Das winterliche Wetter, begleitet von Schneefällen und sehr stürmischen Tagen, machte die Reparaturarbeiten im Hochgebirge zu einer besonderen Herausforderung für die rund 30 Fachkräfte der KNG-Kärnten Netz GmbH und Seilzugfirma sowie für die Hubschrauberpiloten und den Lawinensachverständigen. „Wir bildeten mit einem Berg- und Skiführer und fachkundigen Arbeitern

eine örtliche Lawinenkommission, die während der Arbeiten ständig anwesend war, um die Lage jeden Tag neu zu beurteilen", erläutert Marketz. „Die Arbeiten mussten mehrmals witterungsbedingt unterbrochen werden, weil die Hubschrauber nicht fliegen konnten oder ein gefahrloses Arbeiten der Spezialisten nicht möglich war. Einige Male mussten die Arbeiter mit Schiern vom Berg abfahren, für den äußersten Notfall gab es für sie auch die Möglichkeit, im Hochgebirge zu übernachten. Eine Woche lang war die Baustelle auf Grund der Corona-bedingten Einschränkungen unterbrochen und wurde danach unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen fortgeführt."

Wieder Normalschaltzustand im 110-kV-Netz in Oberkärnten

Im März wurden auf der Baustelle rasche Fortschritte erzielt, sodass die Spezialisten die Arbeiten vor Ort Ende vergangener Woche abschließen konnten. Danach führte die KNG-Kärnten Netz Schaltversuche zur Wiederinbetriebnahme dieser 110-kV-Leitung durch. Jetzt ist diese Leitung wieder im regulären Betrieb.

„Nun haben wir im 110-kV-Netz in Oberkärnten wieder Normalschaltzustand", betont Reinhard Draxler, Geschäftsführer der KNG-Kärnten Netz GmbH. „Das bedeutet, dass wieder alle wichtigen Verbrauchszentren von mindestens zwei Seiten auf der 110-kV-Ebene mit Strom versorgt werden. In den vergangenen Monaten blieben wir zum Glück vor einer weiteren großen Störung und damit vor einer kritischen Netzsituation verschont. Unser besonderer Dank gilt all jenen, die auf dieser exponierten Baustelle hervorragende Arbeit geleistet haben. Dazu gehören neben unseren eigenen Monteuren vor allem die Mitarbeiter der Firma EQOS Energie, die Piloten der Wucher Helicopter GmbH und der Lawinensachverständige. Danken möchten wir auch den Anrainern für ihr Verständnis für den wochenlangen Fluglärm." Die Kosten für die Reparaturarbeiten betrugen rund zwei Millionen Euro.

Hinweis:

Fotos und Videos sind Archivmaterial, sie stammen von Anfang Februar 2020.

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